Stadtrundgang in Idstein

Erstmals erschienen Juni 2020/ überarbeitet im Dezember 2025

Manchmal denkt man, dass man einen Ort recht gut kennt und dann stellt man fest, dass es doch noch einiges zu entdecken gibt. So ging es mir in Idstein. Seit fast 10 Jahren wohne ich nun im Nachbarort und mache einen großen Teil meiner Einkäufe in Idstein. Nun ist es eine bewiesene Tatsache, dass man Orte, an denen man wohnt eher weniger genau besucht, als fremde Städte. Warum nicht mal die Gegend wie ein Tourist erkunden? Ich habe mir in der Tourist-Information einen Prospekt mit einem Stadtrundgang besorgt und bin diesen in Begleitung meines Freundes Andreas abgelaufen. Als begeisterter Fotograf, konnte er mir einige Blickwinkel und Aussichtsplätze aufzeigen, die mir ohne ihn entgangen wären und die ich mittlerweile auch meinen Besuchern gerne zeige.
Innenstadt mit viel Flair

Los ging es an der Touristeninformation am König-Adolf-Platz. Schon das Killingerhaus, in dem die Information und das Heimatmuseum ansässig sind, ist ein erster Höhepunkt. Der Stadtrundgang führte uns einmal durch und um die Fußgängerzone. Schiefes Haus, Altes Amtsgericht, Hexenturm, Schlossgarten, Hoerhof, Löherplatz mit Stadtmauer (ja, die kann man da wirklich noch entdecken. Zumindest deren Verlauf), Druckerei Grandpierre. Der Prospekt gibt zu jeder Sehenswürdigkeit eine kurze Info und anhand des Stadtplans findet man den Weg sehr gut auch ohne Ortskenntnisse. Unterwegs geben verschiedene Infotafeln (z.B. im Schlossgarten) ein paar Informationen, aber diese werfen mehr Fragen auf, als sie beantworten. Da besteht Verbesserungsbedarf.

Tafel am Haus der Idsteiner Zeitung


Die Sehenswürdigkeiten sind nummeriert, aber eine genaue Route ist nicht vorgegeben und man tut gut daran, auch mal in die Seitenstraßen zu schauen. Und der Stadtplan verrät auch, dass es einige Fußwege gibt, die man bisher gar nicht wahrgenommen hat. So führt ein sehr schmaler Pfad von der Obergasse zur Felix-Lahnstein-Straße, den ich aufgrund seiner Breite (oder besser Enge) bisher nicht als solchen wahrgenommen hatte. Und ohne Andreas hätte ich ihn auch an diesem Tag nicht entdeckt. Nicht nur seine Enge ist eindrucksvoll. Es lohnt auch ein Blick nach oben. Die Bewohner haben dort so einige Kuriositäten an ihren Häusern.

Diese Enge Gasse kann man leicht übersehen

Zum Schluss zeigte mir Andreas noch sein persönliches Highlight. Zwischen Weiherwiese und Kreuzgasse gibt es einen Fußweg, der durch einen herrlichen begrünten Hof führt. Eine Augenweide, von der man sich schwer losreißen kann.

Nützliche Infos

Für den Rundgang benötigt man etwa zwei Stunden. Zwischendurch (oder im Anschluss) laden die zahlreichen gastronomischen Betriebe zum gemütlichen Verweilen ein. Die Tour ist ideal zum Kennenlernen und um auswärtigem Besuch die Schönheit der Stadt zu zeigen. Der Prospekt gibt kurze Informationen; wer allerdings mehr wissen möchte, dem sei eine geführte Tour ans Herz gelegt. Informationen dazu gibt es bei der Tourist-Information Idstein.

Der Blick nach oben beschert so manche kleine Überraschung

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